Die bundesweite Kampagne „HVO100 goes Germany“ hat am 4. Mai 2026 gemeinsam mit ihrem Partner BK Benzin-Kontor ein Betankungsevent an der BK-Tankstelle in der Münchner Baaderstraße organisiert. Vor Ort nutzte der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, die Gelegenheit, sein Dienstfahrzeug mit dem erneuerbaren Dieselkraftstoff HVO100 zu betanken und sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich alternativer Kraftstoffe auszutauschen.
Die zentral gelegene BK-Tankstelle war vor gut zwei Jahren die erste Station in München, die HVO100 ins Sortiment aufgenommen hat. Der Kraftstoff wird ausschließlich aus nachhaltigen Rohstoffen wie Altspeiseölen und Fettresten hergestellt und kann die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichem Diesel um bis zu 90 Prozent reduzieren. Zudem verursacht HVO100 weniger Ruß sowie geringere Stickoxid- und Feinstaubemissionen – ein Vorteil, der besonders in dicht besiedelten Städten wie München ins Gewicht fällt.
BK-Vorstand Philipp Arner hob die Produktvorteile hervor: „Zwei Punkte: Zum einen haben wir den besseren Kraftstoff – er verbrennt sauberer, mit weniger Rußbildung. Zum anderen ist HVO100 für die Anrechenbarkeit in CSR-Berichten relevant.“ Neben den Umweltvorteilen punktet HVO100 auch in der Praxis: Der Kraftstoff ist vollständig mit B7-Diesel mischbar und kann in gängigen Dieselmotoren ohne technische Anpassungen eingesetzt werden. Das Event sollte diese Alltagstauglichkeit erneut sichtbar machen.
Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V. und Initiator der Kampagne „HVO100 goes Germany“, betonte: „Dass Staatsminister Hubert Aiwanger sein Dienstfahrzeug mit HVO100 betankt, unterstreicht die Bedeutung dieses Kraftstoffs für eine technologieoffene Mobilität und für mehr Klimaschutz im Verkehrssektor. Damit geht er mit gutem Beispiel voran und es bleibt zu hoffen, dass weitere Mitglieder der bayerischen Staatsregierung diesem Beispiel folgen.“
Staatsminister Aiwanger machte während des Events deutlich, dass Bayern die Entwicklung alternativer Kraftstoffe weiter vorantreiben wolle. Er verwies darauf, dass das Land alle verfügbaren Potenziale im Bereich erneuerbarer Energieträger nutzen müsse – von Bio-Methan über Biogas bis hin zu erneuerbaren Kraftstoffen wie HVO100. Als Landwirt betonte er, wie wichtig es sei, die vorhandenen Potenziale aus der Landwirtschaft bestmöglich auszuschöpfen.
Mit Blick auf das EU-weite Verbrennerverbot erklärte er, dass ein Kraftstoff wie HVO100 aus seiner Sicht eine Grundlage für eine sachliche Neubewertung schaffen könne: „Wenn wir mit einem 100% neutralen Kraftstoff fahren können, gibt es keine Begründung mehr für das Verbot des Verbrenners.“
Seit der bundesweiten Zulassung im Mai 2024 hat sich HVO100 schnell etabliert. Mittlerweile bieten über 600 Tankstellen in Deutschland den erneuerbaren Dieselkraftstoff an – ein Hinweis darauf, wie groß das Interesse an alternativen Kraftstoffen und sofort wirksamen Klimaschutzmaßnahmen ist. Zur Marktentwicklung sagte Philipp Arner: „Wir würden sogar mehr unterbringen. Je mehr Angebot wir schaffen, desto besser wird auch der Markthochlauf in der Produktion. Das ist ein Thema, das gemeinsam wächst. Wir haben damals mit einer Tankstelle angefangen, waren schnell bei fünf und sind heute bereits bei 18.“
Angesichts der aktuell hohen Kraftstoffpreise ging Aiwanger auch auf die steuerpolitischen Rahmenbedingungen ein. Er verwies darauf, dass die Belastungen für Verbraucher erheblich seien und sprach sich erneut für Entlastungen aus. Nach seiner Darstellung wäre es sinnvoll, die steuerlichen Aufschläge auf Kraftstoffe zu reduzieren. Wörtlich sagte er, die CO₂-Abgabe sei „unbedingt abzuschaffen, besonders in Zeiten hoher Spritpreise“. Zudem verwies er darauf, dass auf diese Abgabe zusätzlich Mehrwertsteuer erhoben werde – ein Vorgehen, das für viele Menschen schwer nachvollziehbar sei.
Auch der Preis von HVO100 ist immer wieder Gegenstand öffentlicher Diskussionen. BK zeigt, dass es auch anders geht: Das Unternehmen bietet HVO100 inzwischen an mehreren Standorten zum gleichen Preis wie herkömmlichen Diesel B7 an.
Die Kampagne „HVO100 goes Germany“ setzt sich seit ihrer Gründung dafür ein, den erneuerbaren Kraftstoff HVO100 sichtbar zu machen, politische Rahmenbedingungen zu verbessern und Verbraucher über die Vorteile des neuen Diesels zu informieren. Gemeinsam mit Partnern wie BK trägt sie maßgeblich dazu bei, dass HVO100 in Bayern und bundesweit zunehmend Verbreitung findet.
Weitere Infos zur Aktion gibt es auch hier: www.stmwi.bayern.de
Impressionen der HVO100-Betankungsaktion:









Fotos: Mobil in Deutschland e.V.

