Alternative Kraftstoffe wie HVO100 Diesel (XTL) rücken vermehrt in den Fokus der Debatte und sind jetzt nach und nach an Tankstellen in Deutschland erhältlich. Aber wo kann ich HVO in meiner Umgebung tanken?

Die Spritpreisvergleichs-App clever-tanken.de zeigt in Echtzeit aktuellen Spritpreise für alle Kraftstoffe in Ihrer Umgebung an und führt seit kurzem auch die neuesten Tankstellen mit HVO100 auf. Und es werden jeden Tag mehr.
Die HVO-Tankstellenkarte von eFuelsNow
In diesem Kontext hat auch eFuelsNow e.V. eine HVO-Tankstellenkarte entwickelt, die einen aktuellen Überblick über Tankstellen mit HVO-Diesel bietet. Die Karte von eFuelsNow existiert mittlerweile seit 2021 und ist auch als APP für Apple und Android verfügbar.
HVO Karte – Tankstellen-Symbole

- Webseite der eFuelsNow Tankstellenkarte für HVO mit technischen Infos, Stationszahlen etc. unter diesem Link => https://efuelsnow.de/tankstellen-karte und in der eFuelsNow App.
- Link zur eFuelsNow Tankstellenkarte für reFuelsBenzin => https://efuelsnow.de/benzin_tankstellenkarte
- Fragen rund um das Thema reFuels: Gemeinsam mit Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der HAW Hamburg wurden Fragen rund um reFuels beantwortet (Skalierbarkeit, Effizienzen etc.) => https://efuelsnow.de/refuels_wissenschaftler_antworten_de
Die APP für HVO und reFuels – Weltweit HVO Tankstellen finden mit eFuelsNow
In der App finden Sie nicht nur regenerative Kraftstoffe für Diesel und Benziner. Sie ist außerdem eine Experten Plattform rund um das Thema reFuels. Werden Sie zum Kraftstoff-Experten durch Informationen, die gemeinsam mit namhaften Wissenschaftlern erarbeitet wurden. Reiseberichte und Filme bringen Ihnen die Leidenschaft des nachhaltigen Tankens näher.

Wichtige Hinweise zur Nutzung der eFuelsNow Karte
Wir bitten unbedingt vor dem „Losfahren“ die Stations-Info der jeweiligen Tankstelle zu lesen! Durch Klicken auf das jeweilige Tankstellen-Icon finden Sie wichtige Infos (ist eine spezielle Bezahlkarte (Flottenkarte) notwendig? Existiert ein Zapfrüssel für PKW und LKW? Produktname?…).Beachten Sie, dass HVO100-Zapfsäulen in Europa immer ein XTL Symbol aufweisen. In Nordamerika wird er als „Renewable Diesel“ bezeichnet und ist klar von Biodiesel abgegrenzt. Eine HVO Beimischung kann man von außen, ohne Datenblatt und Hintergrund-Infos, nicht erkennen! Beimischungs-Kraftstoffe können auch als „Diesel B7“ beschriftet sein und trotzdem einen sehr hohen HVO-Anteil beinhalten!! Daher sind die Infos in den Stations-Icons sehr wichtig. Die seit 2021 mit viel Leidenschaft gepflegte Karte stammt von der Vereinigung eFuelsNow e. V., einer Initiative von Ingenieuren, die sich ehrenamtlich aus intrinsischer Überzeugung für dieses Thema einsetzen. Sie wurde für die reFuel-Abteilung des Karlsruher KIT und Wissenschaftler der HAW Hamburg erstellt. Primäres Ziel ist es, den Hochlauf des Tanknetzes zu beobachten. Die Nutzung durch Autofahrer ist eine Sekundär-Funktion. Die Übersicht wird gepflegt von einer Person, die sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Falls eine Tankstelle hinzugekommen oder entfallen ist, freut sich das eFuelsNow-Team über eine Nachricht. Kontakt: info@efuelsnow.de.
HVO Skalierbarkeit und Bedeutung zur Erreichung der Klimaziele
Die Erstellung dieser Karte erfolgte vor dem Hintergrund weitverbreiteter irreführender Aussagen, wonach synthetische Kraftstoffe generell nicht verfügbar seien. Eine oft fehlerhafte Annahme war zudem, dass diese Kraftstoffe übermäßig teuer seien und die Reststoffe lediglich vernachlässigbare Mengen ermöglichen würden. Bereits heute wird in einigen Ländern ein beträchtlicher Anteil des gesamten Dieselmarktes erfolgreich mit synthetischem HVO abgedeckt. In nordeuropäischen Ländern, wie Norwegen, wird im Standarddiesel bereits bis zu 40% HVO beigemischt. In Kalifornien wird bereits über 70% des gesamten Dieselmarktes. mit HVO (Renewable Diesel) abgedeckt. Auch in den Bundesstaaten Oregon und Washington erreicht der Kraftstoff mittlerweile einen Anteil von 20 bis 30%.
Eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt, dass bis 2040 der gesamte Bedarf Europas mit flüssigen erneuerbaren Kraftstoffen gedeckt werden kann. In der EU sind ausreichend biogene Rest- und Abfallstoffe (z. B. Tallöle, Holzreste, Bioabfälle …. ) vorhanden, um den Bedarf an flüssigen, klimaneutralen Kraftstoffen (reFuels) zu decken.
Auch das finnische Unternehmen Neste hat das mögliche Volumen berechnet und schätzt, dass bis 2040 1.000 Megatonnen mit regenerativen Kraftstoffen abgedeckt werden könnten, wenn man alle verfügbaren Produktionskapazitäten und alle nutzbaren Reststoffe nutzen würde. Diese Zahl entspricht etwa 40% des weltweiten Verkehrsbedarfs. 100% der Luft- und Schifffahrt und 50% des Straßenverkehrs könnten so abgedeckt werden. Und für den Rest gibt es ja später E-Fuels.
Wissenschaftler betonen immer wieder, dass die CO₂–Reduktion des Verkehrssektors massiv behindert wird, wenn regenerative Kraftstoffe planwirtschaftlich allein dem Flug- und Schiffsverkehr zugeteilt werden. Im Vergleich zum Straßenverkehr handelt es sich dabei um sehr kleine Einzelsektoren. Der CO2-Einsparungs-Effekt ist folglich gering. Der Produktionshochlauf wird gleichzeitig unwirtschaftlich (Return-of-Invest, ROI). Grüne, flüssige Energie wird außerdem künstlich verteuert. Die Wissenschaftler betonen, dass bei der Herstellung von regenerativem Kerosin für die Luftfahrt prozessbedingt auch Kraftstoffe für den Straßenverkehr entstehen. Das Befüllen des PKWs mit dem in der Raffinerie entstehenden Koppelprodukt macht das Flugticket und das Tanken billiger. Mehr noch: 98% aller weltweiten Straßenfahrzeuge werden nun mal mit flüssigen Kraftstoffen betankt. Eine Nicht-Berücksichtigung des weltweit dominierenden Antriebs steht einer ehrlichen Klimaschutz-Motivation diametral entgegen.
Außerdem ist die Berücksichtigung der CO₂-Footprints wesentlich. Neufahrzeuge mit konventionellem Antrieb erzeugen sehr kleine CO2-Footprints bei der Produktion. Die Einbeziehung der Bestandsflotte und der weltweiten Infrastruktur spart darüber hinaus weitere gigantische Summen CO₂, Zeit und Kosten ein.Die Einsparungs-Effizienz (CO₂-Reduktion pro Zeit und pro Euro) ist folglich maximal. Und genau das ist die Grundlage für einen ehrlichen und effizienten Klimaschutz unter Berücksichtigung der Pariser Klimaziele. Dazu empfehlen wir auch den Artikel auf der Webseite des Vereins Deutscher Ingenieure e.V. (VDI). Mehr Informationen zum Thema reFuels finden Sie ebenso bei eFuelsNow und auf der Webseite der Forschungsinitiative „reFuels neu denken“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

