Der Euro Rastpark Jettingen-Scheppach setzt Maßstäbe: Gemeinsam mit der Shell Deutschland GmbH wurde am 22. April offiziell der erneuerbare Kraftstoff HVO100 – unter dem Namen Shell Renewable Diesel – ins Angebot des Autohofs aufgenommen. Bei der feierlichen Eröffnung am Standort würdigten Vertreter aus Wirtschaft, Automobilbranche und Motorsport die Bedeutung des neuen Kraftstoffangebots für den Schwerlast- und Individualverkehr.
Shell Renewable Diesel wird aus Abfällen, Reststoffen und nicht lebensmitteltauglichen Rohstoffen hergestellt. Gegenüber herkömmlichem B7-Diesel lassen sich damit über den gesamten Lebenszyklus hinweg CO₂-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Zudem bietet der Kraftstoff viele positive Effekte für den Motor wie weniger Ruß und Laufruhe.
Florian Linsinger, Business Development Manager bei Shell, betont die einfache Umsetzbarkeit: „Der Kraftstoff kann ohne Modifikationen in vielen vorhandenen Dieselfahrzeugen verwendet werden“, erklärt er.
Fokus auf Logistik – offen für alle Fahrzeughalter
Autohöfe liegen gleich neben der Autobahn, haben ein attraktives Tank- und Gastronomieangebot und werden vor allem von Fernfahrern für längere Pausen und zum Tanken genutzt. Der neue Dieselkraftstoff richtet sich daher besonders an Logistikunternehmen und Speditionen, die ihre Lieferketten emissionsärmer gestalten möchten. Gleichzeitig steht HVO100 auch privaten Pkw-Fahrern offen, die klimafreundlicher unterwegs sein oder aufgrund der vielen positiven Kraftstoffeigenschaften etwas Gutes für Ihren Motor tun wollen.
Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V., hebt die Bedeutung alternativer Kraftstoffe für den zukünftigen Verkehr hervor: „Fahrverbote in Innenstädten und Geschwindigkeitseinschränkungen, wie auf dem Mittleren Ring in München, können durch das Tanken alternativer Kraftstoffe wie HVO100 vermieden werden. Wir sollten alle Technologien nutzen, um den Verkehr optimal für die Zukunft aufzustellen. HVO100 ist hier sicherlich ein erster und wichtiger Schritt.“
Auch Motorsportexperte und Rallyeweltmeister Christian Geistdörfer sieht klare Vorteile: „Ein moderner Dieselmotor, der mit HVO100 betrieben werden kann, ist unter realen Bedingungen häufig praktikabler als ein reines Elektrofahrzeug.“
Teil einer umfassenden Dekarbonisierungsstrategie
Der Standort Jettingen-Scheppach entwickelt sich seit Jahren zu einem modernen Energie- und Mobilitätshub. Bereits heute stehen Shell Bio-LNG, 38 Schnellladepunkte für Elektro-Pkw sowie eine umfangreiche Park- und Serviceinfrastruktur zur Verfügung.
Johannes Witt, Geschäftsführer der Euro Rastpark Gruppe, ordnet die Einführung von HVO100 in die Gesamtstrategie ein: „Wir freuen uns, gemeinsam mit Shell einen weiteren Baustein zur Dekarbonisierung des Verkehrs zu ergänzen. Der nächste Schritt ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw.“
Insgesamt investierte die Euro Rastpark Gruppe in den vergangenen Jahren rund fünf Millionen Euro in alternative Kraftstoffe, Ladeinfrastruktur und zusätzliche Stellplätze.
Euro Rastpark wird offizieller Kampagnenpartner von „HVO100 goes Germany“
Mit der Einführung von HVO100 geht Euro Rastpark noch einen Schritt weiter: Die gesamte Euro Rastpark Gruppe ist nun offizieller Partner der bundesweiten Kampagne „HVO100 goes Germany“. Als einer der größten Autohofbetreiber Deutschlands sendet das Unternehmen damit ein starkes Signal für die Zukunft klimafreundlicher Mobilität.
Geschäftsführer Johannes Witt unterstreicht die Bedeutung dieser Partnerschaft: „Als Betreiber einer Mobilitätsdrehscheibe ist es für uns selbstverständlich und elementar auch HVO100 im Sinne der Dekarbonisierung sowohl des Personen- als auch des Güterverkehrs anbieten zu können. Wir werden versuchen an möglichst vielen unserer Standorte HVO anbieten zu können, um so eine verbesserte Netzabdeckung für den Langstreckenverkehr zu erreichen und hoffen, dass sich möglichst viele unserem Beispiel anschließen.“
Weitere Informationen unter www.eurorastpark.de
Impressionen von der HVO100-Einführung am Autohof Jettingen-Scheppach:













Fotos: Mobil in Deutschland e.V.

