HVO100-Tankstellen gibt es inzwischen in immer größerer Zahl und das Tankstellennetz wächst weiter. Auch im August 2026 sind auf der eFuelsNow HVO-Tankstellenkarte erneut zahlreiche neue Stationen hinzugekommen. Allein in Deutschland sind es 20 weitere Tankstellen. Europaweit wächst das Netz ebenfalls kontinuierlich.
Zeit also, genauer hinzuschauen: Wie entwickelt sich das Netz der HVO100-Tankstellen? Wie dicht ist die Versorgung inzwischen – und stimmt die häufig zu hörende Behauptung noch, dass man HVO100 „nirgendwo tanken“ könne?
Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
8.530 HVO100-Tankstellen auf der Karte und das Netz wächst weiter
Die August-Zahlen bringen Bewegung auf die Karte: 8.530 Tankstellen sind inzwischen auf der eFuelsNow HVO-Tankstellenkarte verzeichnet. Das sind 150 Stationen mehr als noch im vergangenen Monat.
Betrachtet man HVO100 und entsprechende Beimischungen insgesamt, ist die Zahl noch einmal deutlich größer: Europaweit kommen wir inzwischen auf rund 17.280 Stationen. Weltweit sind es bereits mehr als 19.000.
Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht. Denn allein aus Schweden warten noch knapp 800 weitere HVO-Beimischungen darauf, in die Karte aufgenommen zu werden. Sollte das vollständig gelingen, rückt eine bemerkenswerte Marke in greifbare Nähe:
20.000 HVO100- und HVO-Blends-Stationen weltweit.
Was vor einigen Jahren noch nach einer Nischenentwicklung aussah, wird damit zunehmend zu einem flächendeckenden Tankangebot.

Deutschland legt weiter zu: 725 HVO100-Tankstellen
Besonders interessant ist der Blick auf Deutschland. 725 HVO100-Tankstellen sind inzwischen in Deutschland verzeichnet. Das sind 20 Stationen mehr als im Vormonat.
Seit Mai 2026 ist das deutsche Netz damit um 55 Tankstellen gewachsen. Europaweit kamen im gleichen Zeitraum rund 530 Stationen hinzu.
Damit entfielen mehr als zehn Prozent des europäischen Zuwachses auf Deutschland. Das ist durchaus bemerkenswert – insbesondere vor dem Hintergrund der bestehenden Rahmenbedingungen. Trotz der Super-E5-Vorhaltepflicht und trotz einzelner Fälle, in denen der Ausbau vor Ort offenbar ausgebremst wird, wächst das HVO100-Angebot weiter.
Ein Beispiel dafür ist Freiburg, wo die Diskussion um die Genehmigung beziehungsweise den Ausbau entsprechender Angebote zeigt, dass der Weg zu einem breiteren HVO-Angebot nicht überall gleich einfach ist. Dabei stellt sich eine grundsätzliche Frage:
Wenn wir über CO₂-Reduktion im Verkehrssektor sprechen, wollen wir dann nicht jede verfügbare Möglichkeit nutzen, die heute schon einen Beitrag leisten kann?
„Nirgends kann man HVO tanken“? Machen wir den Praxistest.
Eine Aussage begegnet uns immer wieder: HVO100 in Deutschland könne man praktisch nirgendwo tanken. Aber stimmt das tatsächlich noch? Schauen wir uns eine konkrete Strecke an.
Zwischen Regensburg und Stuttgart liegen rund 280 Kilometer. Betrachtet man einen direkten Routenkorridor von etwa ein bis zwei Kilometern entlang der Strecke, finden sich bereits 20 Tankstellen. Und davon führt ungefähr die Hälfte HVO100.
Das bedeutet:
Alle rund 28 Kilometer findet sich eine HVO100-Tankmöglichkeit entlang dieses Routenkorridors.
Bezieht man zusätzlich Tankstellen mit HVO-Beimischungen ein, wird das Netz noch dichter: Dann liegt eine entsprechende Station durchschnittlich etwa alle 14 Kilometer entlang der Route. Und wer bereit ist, für den Tankstopp drei oder vier Kilometer von der eigentlichen Route abzuweichen, findet noch einmal rund zehn weitere Stationen. Damit sprechen wir auf dieser Strecke von insgesamt etwa 30 relevanten Tankmöglichkeiten.
Oder anders ausgedrückt:
HVO100 ist entlang dieser Strecke inzwischen ungefähr alle 18 Kilometer verfügbar – HVO100 beziehungsweise entsprechende Beimischungen sogar etwa alle 9 Kilometer.
Das ist nicht „nirgendwo“. Das ist ein Tankstellennetz, das sich zunehmend in den Alltag integrieren lässt. die tägliche Planung.
HVO100 in Deutschland: Verfügbarkeit und Preis werden interessanter
Noch interessanter wird es, wenn man nicht nur auf die Verfügbarkeit, sondern auch auf den Preis schaut. An einigen Stationen ist HVO100 inzwischen bis zu 20 Cent pro Liter günstiger als herkömmlicher B7-Diesel. Damit fällt ein weiteres Argument, das häufig gegen HVO ins Feld geführt wird, zumindest an einzelnen Standorten zunehmend weg.
Natürlich bedeutet das nicht, dass HVO100 überall günstiger ist. Preise unterscheiden sich je nach Tankstelle und Region. Aber die Entwicklung zeigt: HVO100 ist längst nicht mehr automatisch der teurere Kraftstoff. Für Autofahrerinnen und Autofahrer stellt sich deshalb zunehmend eine ganz praktische Frage:
Warum nicht einfach dort HVO100 tanken, wo es verfügbar und preislich attraktiv ist?
HVO100 macht auch die Urlaubsfahrt einfacher
Nicht nur in Deutschland wächst das Netz weiter. Auch die Möglichkeiten für längere Fahrten durch Europa werden von Monat zu Monat größer.
In Schottland, unter anderem nördlich von Glasgow, sind neue Stationen hinzugekommen. Auch in der Slowakei geht der Ausbau weiter – unter anderem bei einem der größeren Tankstellennetze des Landes. Neue HVO-Stationen wurden außerdem in Frankreich erfasst. Damit wird die grenzüberschreitende Nutzung von HVO100 Schritt für Schritt einfacher.
Während Länder wie Schweden, Finnland, Estland, Italien und Spanien beim HVO-Angebot bereits vergleichsweise weit fortgeschritten sind, gibt es in Großbritannien, der Slowakei und Frankreich noch deutliches Ausbaupotenzial. Doch genau dieses Potenzial wird zunehmend genutzt.
Aus einzelnen HVO100-Tankstellen wird ein europaweites Netz
Die aktuellen Zahlen zeigen vor allem eines: Der Ausbau passiert nicht nur punktuell. Immer mehr einzelne Stationen verbinden sich zu einem immer dichteren Netz.
17.280 HVO100 und HVO-Blends-Stationen in Europa sind dabei eine Zahl, die man sich ruhig einmal bewusst machen sollte. Und weltweit sind wir bereits bei mehr als 19.000 Stationen.
Mit den noch ausstehenden schwedischen HVO-Beimischungen könnte die Marke von 20.000 Stationen schon bald erreicht werden. Das ist eine Entwicklung, die auch die Diskussion über die Alltagstauglichkeit von HVO verändert.

Denn die entscheidende Frage lautet längst nicht mehr nur:
„Gibt es HVO100?“
Sondern zunehmend:
„Wo kann ich es auf meiner Strecke tanken?“
Und genau dabei hilft die eFuelsNow HVO-Tankstellenkarte.
Die Karte wächst und die App entwickelt sich weiter
Natürlich lebt eine solche Übersicht davon, dass neue Stationen möglichst schnell erfasst und bestehende Informationen aktuell gehalten werden. Genau daran wird weiter gearbeitet. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der Datenbasis steht außerdem ein größeres Funktions-Update der App an. Die HVO-Tankstellensuche soll damit künftig noch komfortabler werden.
Bis dahin lohnt sich bereits heute ein Blick auf die Karte – gerade vor längeren Fahrten. Denn wer die Entwicklung der vergangenen Monate verfolgt, erkennt schnell:
Das HVO100-Tankstellennetz wächst. In Deutschland. In Europa. Und weltweit.
Und vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, die Aussage „HVO kann man doch nirgendwo tanken“ einmal auf den Prüfstand zu stellen. Die August-Zahlen liefern dafür jedenfalls reichlich Stoff.
8.530 Stationen auf der HVO-Tankstellenkarte.
725 davon in Deutschland.
17.280 Stationen in Europa.
Mehr als 19.000 weltweit.
Und die nächste Station kommt bestimmt.

